Die ehemaligen Rheinischen Mühlenwerke


 

Das Objekt liegt nur wenige Minuten Fußweg entfernt von der Innenstadt Duisburgs, direkt am Kanalufer des Innenhafens, des früheren Holz- und Getreidehafens.

Bei dem Projekt handelt es sich um ein Gebäudeensemble, das in mehr als 100 Jahren durch die Familien Cohen und Werhahn erbaut worden ist, beeinflusst durch die unterschiedlichsten
Architekturstile. Der Zeitgeist lässt sich aus den einzelnen Bauabschnitten sehr gut ablesen. Da findet sich neben dem Fachwerkspeicher in Holzkonstruktion auch der Betonkoloss aus dem 1000-jährigen Reich, an dem sich die Angst der damaligen Herrscher vor den englischen Fliegerbomben noch heute an der Architektur sehr genau nachweisen lässt.



 

Aber auch die technologischen Möglichkeiten und die unterschiedlichen Nutzungen über die Jahrzehnte hinweg können noch gut nachvollzogen werden.

Deshalb ist es eine historische Aufgabe, diese in sich geschlossene Mühlenanlage, mit Getreide- und Mehlsilo, der Nachwelt zu erhalten, sie gleichzeitig aber einer hochmodernen Nutzung zuzuführen.

In dem Objekt entstehen 12.800 m2 Einzelhandels-, Büro- und Gastronomieflächen. Hier werden sich bei relativ kleinteiliger Vermietung ca. 25 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen ansiedeln und über 1.000 Menschen einen neuen Arbeits-platz finden.



Die Industrie-Architektur vergangener Zeiten übt mit ihrer ganz eigenen Ästhetik eine große Faszination aus. Denn sie steht einerseits im krassen Gegensatz zur häufig zu sehenden Schuhkartonbauweise in den modernen Gewerbegebieten vor den Toren der Städte, andererseits vermittelt sie Pioniergeist und Dynamik und schafft so eine kreative Arbeitsatmosphäre als eine Bedingung für fortschrittliche Unternehmenskultur.